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  • Thorben Grünewälder

Pressemitteilung verfassen: Darauf kommt es an

Aktualisiert: vor 5 Tagen

Sie möchten, dass die Medien über Ihr Unternehmen berichten? Was eine gute PR auszeichnet und wie Sie Journalisten richtig ansprechen und überzeugen, erkläre ich in den folgenden Blogbeiträgen. Wir starten mit einem wichtigen Tool der Pressearbeit - der Pressemitteilung.


Mit einer Pressemitteilung (PM), informieren Sie die Medien über Wissenswertes aus Ihrem Betrieb. Ziel ist natürlich, dass der Inhalt der Pressemitteilung so oder so ähnlich abgedruckt wird. Damit das klappt, halten wir uns an drei Regeln:


1. Wir haben etwas Interessantes zu erzählen (Nachrichtenwert)

2. Wir fassen uns kurz

3. Wir bringen alle relevanten Fakten unter


„Er sagt es klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens käm.“ – Wilhelm Busch


Überlegen Sie genau, welche Themen eine Meldung wert sind. Hat Ihr Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt gebracht? Verbessern Ihre Dienstleistungen das Leben und Arbeiten Ihrer Zielgruppe oder eröffnen Sie einen neuen Standort? Eine Meldung ohne Nachrichtenwert, wird nicht abgedruckt. Blumige Schwafeleien landen im Papierkorb, endlose Romane, die mit viel Wörtern wenig sagen, auch.




Wie gliedere ich eine Pressemitteilung?


Die Überschrift

Eine knackige Headline ist die halbe Miete. Sie enthält die zentrale Aussage der Pressemitteilung und kann durch eine Unterzeile (Subhead) ergänzt werden.


Der Teaser

Der Teaser oder Anreißer, besteht aus einigen kurzen Sätzen. Journalisten arbeiten unter Zeitdruck. Oft überfliegen sie neben der Überschrift nur diese ersten Sätze und entscheiden in wenigen Sekunden, ob die Pressemitteilung abgedruckt wird. Wir müssen die Redakteure also gleich zu Beginn der Meldung überzeugen. Denken Sie an einen Notruf und beantworten Sie im Anreißer oder Teaser die W-Fragen:

Was, Wer, Wann, Wo, Warum?


Der Mittelteil

Die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten haben wir bereits in der Überschrift und im Teaser genannt. Im Mittelteil liefern wir Hintergrundinformationen. Sie dürfen nun gerne Zitate (und damit eine subjektive Meinung) einbauen. Vielleicht äußert sich Ihr Geschäftsführer zu dem Produkt, das in der PM vorgestellt wird und nennt interessante Details oder ein Kunde berichtet in wenigen Worten, warum das Projekt mit Ihnen so erfolgreich abgelaufen ist. Bleiben Sie aber konkret und gleiten Sie nicht ins Geschwafel ab. Das Zitat sollte einen Mehrwert bieten und nicht das bereits Geschriebene wiederholen.


Die Boilerplate

Die sogenannte Boilerplate ist im Prinzip eine kurze Unternehmensbeschreibung. Sie fasst Zahlen, Daten und Fakten zu Ihrem Unternehmen zusammen, beschreibt kurz das Leistungsangebot oder die wichtigsten Produkte und kann auch Infos zu der Historie des Betriebes und den Kennzahlen enthalten. Setzen Sie diesen Text als eine Art Abbinder an das Ende Ihrer Pressemitteilung. So ersparen Sie Journalisten, die Ihr Unternehmen bisher nicht kennen, eine Recherche im Web.


Kontaktdaten

Natürlich nennen Sie auch in der PM einen Ansprechpartner und seine vollständigen Kontaktdaten. Sollte ein Journalist Fragen zu der PM haben, kann er so schnell zum Hörer greifen oder Ihnen eine Mail senden.


Die Formatierung


Format: DIN A4

Umfang: 1-3 Seiten

Zeilenabstand: 1,5-fach

Seitenrand: 5-7 Zentimeter (für Notizen des Redakteurs)

Schrift: Gängige Schriftarten wie Arial oder Verdana

Sonstiges: Keine Unterstreichungen, Versalien oder andere unnötige Abweichungen


Ein Redakteur muss sofort erkennen, wer der Absender der Pressemitteilung ist. Ich empfehle Ihnen daher die Verwendung eines Pressebogens, der ein fester Bestandteil Ihrer Geschäftsausstattung sein sollte. Der Pressebogen ist mit Ihrem Logo und Ihren Firmendaten bedruckt, enthält den Namen des Unternehmens, die Anschrift und die wichtigsten Kontaktdaten.


Letzte Schritte vor dem Versand

Bevor Sie die Pressemitteilung versenden, sollten Sie sich in einen potenziellen Leser hineinversetzen und sich folgende Fragen stellen:


· Hat der Beginn der PM meine Neugier geweckt?

· Hat mir das Lesen Spaß gemacht?

· Habe ich etwas Neues erfahren?

· Was hat mir gefehlt? Sind Fragen offen?

· Hätte ich auch als Amateur beziehungsweise fachfremder Leser den Inhalt verstanden?


Seien Sie ehrlich zu sich selbst oder Fragen Sie einen Kollegen um seine Meinung. Welche Aspekte Sie beim Versand der Pressemitteilung beachten müssen, erkläre ich übrigens in einem der folgenden Blogbeiträge.

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